Der Sommer ist da… die hohe Zeit…
Unser Sommersonnwendfeuer-Fest haben wir am Abend den 20. zum frühen Morgen den 21.Juni 2008 gefeiert,
wahrlich ein Sommermärchentraum.

Mit Alt und Jung haben wir uns auf unserer Wiese mit frohen Liedern und einem prächtigen Feuer auf den Sommer eingestimmt.
Ein Picknick im Grünen an diesem lauen Abend, selbst zubereitet, erfreut Körper, Geist und Seele
Am Brunnen vor dem Tore…
Geh aus mein Herz und suche Freud…
Komm lieber Mai und mache…
Abend will es werden…
Drunten im Tale…
Nun Brüder eine gute Nacht…
Eine magische, paradiesische Mittsommernacht für uns Erwachsene und unsere Kinder, die aus ganzem Herzen, die bekannten Volkslieder mitgesungen haben. Gitarre, Horn und Akkordeon haben den munteren Gesang wunderbar begleitet und unterstützt.
Mit unserem Förster haben wir Holz gesammelt, es zusammengetragen und zu einem großen Turm fachgerecht fürs Feuer aufgestapelt.



Inzwischen bin ich mit einer kleinen Kindergruppe durch Feld und Wald spaziert um Geäst, Gräser, Kräuter und Blumen für die Johannikränze zu sammeln. So ganz nebenher konnten wir die Natur zum Sommerbeginn, mit blauem Himmel und warmen Sonnenstrahlen, wahrnehmen und betrachten.



Unser Waldboden bedeckt mit Laub und Eicheln, ein Überbleibsel vom letzten Herbst und dazwischen immer wieder frisches, sattes Grün...




Wiesen und Felder mit Mohn- und Kornblüten stehen in voller Pracht, Ähren, Beeren und Kräuter reifen heran.
Zur Begrüßung habe ich noch ein hübsches Plätzchen für einen prächtigen Johannikranz auserkoren…



und als dann, so nach und nach, die Nacht hereinbrach, durften unsere Kinder unter Aufsicht das Feuer entfachen…






ein Feuer lodert auf um dann wieder, durch die immer kleiner werdende Glut, zu erlischen…



unter freien Himmel im Schlafsack ums Feuer herum zu übernachten war das Größte für die Jugendlichen.
Wie man sieht, haben es sich die Kleineren doch lieber in der Hütte gemütlich gemacht.


Geht doch, auch ohne Strom, Wasser und elektrisches Licht, eine ländliche Holz..hm..hm Plumps-Toilette hatten wir außerhalb.
Grad das Einfache wars, das so viel Spaß bereitete.

Guten Abend, gute Nacht …
Sommersonnwende, Sieg des Lichtes über die Finsternis.
Schön wars, Eure ulrike
Also, nun sind unsere Johanni-Kränze geflochten!
Gleich heute Morgen, recht zeitig nach einer langen Nacht, in Augsburg war die lange Nacht der Museen, bei Neuigkeiten mal reinspitzeln, bin ich mit meinem Mann und unserem Hund zu den Lechauen. Dort gibt es eine große Wiese, fast schon ein Feld, das, wie gut und schön, sehr selten gemäht wird. Nun sind die Gräser, Ähren und Blumen schon recht hoch geworden, ausgedünnt und vieles ist schon am verblühen. So haben wir uns entschlossen, schon heute, die neunerlei Kräuter und Blumen für die Johanni-Kränze zu pflücken.
Drei blumige, von mir geflochtene Kränze sind draus geworden. Kühl ist es hier. Die Schafskälte zeigt sich seit einigen Tagen in Schwaben.
Beim letzten Elisabeth-Markt (23./24.11.2007), da stelle ich gerne meine kunsthandwerklichen Arbeiten aus, habe ich bei einer Künstlerin, die wunderbare Tonwerke fertigt, eine Königin und den König dazu gekauft. Die lassen sich wunderbar dem Jahreskreis entsprechend schmücken.
Passend zu Johanni und Sommersonnwende sind die Beiden von Sommerblühern umgeben.
Die sind ohnehin süß, aber sind diese Beiden nicht bezaubernd, so eingerahmt von den Johanni-Kränzen.






Vielleicht habt ihr ja nun Lust bekommen, euch einen Blumen-Kräuter-Kranz zu binden. Ein kleiner Tischkranz zaubert Sommerlaune auf den Kaffeetisch.
Schönen Sonntagnachmittag in geselliger Runde.
Lieben Blumen Gruß von eurer ulrike am 15*06*08
Sommersonnwende
Mittsommernacht
Mittsommerfest
Sommersonnenwende eines der acht Feste im Jahresrad. Am 21. Juni, die Sonne hat ihren höchsten Stand erreicht, wir feiern die Verbindung des Lichts mit der Erde und haben die kürzeste Nacht und den längsten Tag des Jahres. Anschließend werden die Tage wieder kürzer und das Jahresrad bewegt sich langsam wieder auf den Winter zu.
Die christliche Kirche feiert am 24. Juni das Fest von Johannes dem Täufer. So ist der 24. Juni bekannt als Johannistag, Johannisfest, Johannisnacht, Johannisfeuer, Johannisblüten- und Kräuterkränze und vieles mehr.
So sagt eine Bauernregel: Wenn kalt und nass Johannis war, verdirbt er meist das ganze Jahr!
Dazu kann ich sagen, wir feiern mit unserer Gemeinde ein fröhliches Johannisfest mit einem hoch lodernden Johannisfeuer. Selbst wenn es tagsüber geregnet hat, so ist unser Johannisfest noch niemals sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Am späten Nachmittag haben die Sonnenstrahlen, die Regentropfen getrocknet und einem gigantischen Feuer stand nichts mehr im Wege. Jung und Alt haben ein herrliches Fest bei bester Stimmung verbracht, so wird es auch dieses Jahr wieder sein. Warten wir´s mal ab, freue mich schon, dass zum Himmel reichende Feuer, euch vorzustellen.
Die Tage um den 21.bis 24. Juni, sind umgeben voller Brauchtümer. Viele der keltischen Bräuche leben versteckt in den christlichen Religionen weiter. So wird gesagt, in diesen Tagen, haben die Feen, Elfen, und Naturgeister ihre Zeit.
Shakespeare hat in seinem “Sommernachtstraum“ den längsten Tag des Jahres lebendig werden lassen.
Puck, fünfter Aufzug 1 Szene aus:
Der Sommernachtstraum von William Shakespeare
Sieht man Geister auf und ab
Sieht am Kirchhofzaun sie lauern
Und wir Elfen, die mit Tanz
Hekates Gespann umhüpfen
Und, gescheucht vom Sonnenglanz
Träumen gleich, ins Dunkel schlüpfen.
Aus vergangenen Zeiten überliefert, in der Zeit um Mitternacht zu Sonnwend´
erwachen Natur- und Waldgeister und treiben Schabernack, Kobolde und Elfen vereinen sich im Tanz.

***Meine ElfenFee im stürmischen Mittsommernachtstanz***
Die Sommersonne verleiht Mensch und Natur mit ihrem Licht und ihrer Wärme, neue
Kraft, Gesundheit und Fruchtbarkeit. Die Natur geht von der Blüte zur Reife der
Früchte über. 
Es werden die Johanniskräuter gesammelt, denn durch das strahlende Licht wachsen besondere Heilkräuter heran.
Sind wir nicht alle nach diesen altem Kinderspruch im Kreis gehüpft:
Ringel, Ringel, Reihe
Kinder sind wir dreie,
wir sitzen unterm Hollerbusch,
und machen alle husch, husch, husch.

Holunder Sambucus
So war der “Holderbusch“ Sitz der Göttin Holder oder Holla (im Märchen: Frau Holle)sie beschütze das Leben der Tiere und Pflanzenwelt und die Germanen brachten unter einem Holunderbaum ihre Opfer dar. So rieseln die zarten Blütensternchen wie Schneeflocken herab. Viele Mythen winden sich um den “Baum der Königin“. Oft wurde der Holunderbaum als Schutz vor den bösen Geistern und gegen den Blitzschlag als Hausbaum gepflanzt. Wir lieben den Holunderblütentee, genießen den Saft der dunkelroten Holunderbeeren, er ist gesund und schmeckt vorzüglich und Marmelade aus Holunderbeeren mit Birnen ist ein Genuss auf frischen Brötchen.



Ein schöner Brauch, ***der Johannis-Kranz***
Ein Kranz wird aus neunerlei Blumen und Kräuter geflochten oder gewunden. Alles
Blumen- und Kräuter des Sonnenmonats Juni (so um Johanni) sind geeignet. Bindet
euch einen Kranz aus weißen Margeritten, Rittersporn, Eichenlaub, Beifuss, Ähren
und Kornblumen, Kamille, Gräser, Glockenblumen, Wegerich, Mohnblumen und viele
andere mehr. 
Fügt ein paar Rosen aus dem Garten mit bei
Ihr
seht schon,
hier ist Kreativität angesagt. Schleierkraut verleiht dem Johannis-Kranz filigrane Schönheit. Diese schönen Blumen- und, oder Kräuterkränze schmücken nicht nur Tür und Fenster, nach Überlieferung sollen sie vor Geister und Spukgestalten schützen, so sagt die Mythologie. Ich werde zur rechten Zeit, so um Johanni eben, für meine Familie und mich aus selbst gepflückten Blumen- und Kräutern einen Kranz binden. Eine schöner Brauch, den ich mit Freude pflege.
Ein sehr besonderer Sommernachtstraum, letztes Wochenende in München
***Die lange Nacht der Musik***
ein Farbenspiel mit einer alten Kastanie, vor dem Gasteig,



da waren sicherlich die Lichttechnik - Geister am Werk!
***Draußen sein, Sonne tanken, laue Nächte, erfrischende Gewitter, Badespass, Kinderlachen, Biergarten, lange Abende, Zweisamkeit, Tatendrang, voller Energie, Straßentheater, Freilichtkino, Glücklichsein und sooooo vieles mehr******
Einen wunderschönen Sommerstart mit Sonnenschein, wenn nötig auch mit wohltuender Abkühlung, genießt diesen Sommer 2008
eure ulrike, am 08. Juni, ich melde mich hier wieder, wenn’s Johannisfeuer lodert und der Johanniskranz gebunden ist.